Die Qual der Wahl mit der Technik

Freiheit in der Auswahl der benutzten Technik am Arbeitsplatz oder zu Hause zu haben, klingt überzeugend.

Was bedeutet hier Technik?

In diesem Beitrag ist Technik die Bezeichnung für eine Methode , welche für die Verarbeitung von digitalen Inhalten zuständig ist.

Dazu gehören sowohl Hardware- als auch Softwarekomponenten.

Android oder Apple? Linux oder Windows? Outlook oder Thunderbird?

Je mehr Auswahl wir haben, desto schwieriger wird es, eine Entscheidung zu treffen, denn wir wollen immer die bestmögliche Entscheidung treffen und keinen Fehler machen.

Ich habe mehr als 40 Jahre lang mit der Qual der Wahl mit der Technik gekämpft und zahlreiche Betriebssysteme und Anwendungen ausprobiert und damit experimentiert.

Erst mit DRDOS gegen MSDOS (kennt jemand diese Begriffe noch?), dann Windows gegen OS/2, dann unzählige Jahre mit Windows gegen Linux, nur um ein paar Beispiele von vielen zu nennen.

An dieser Stelle kommen Hunderte Anwendungen und Apps ins Spiel. Damals handelte es sich oft um Freeware oder Shareware; heute sind es Open-Source- oder proprietäre Anwendungen.

Die Qual der Wahl kann als eine stetige Suche nach etwas Besserem bezeichnet werden.

An sich ist es nichts Falsches, nach etwas Besserem zu suchen; die Frage ist lediglich, ob es sich lohnt, diese ständige Suche fortzusetzen.

In meiner Arbeit haben sich sogenannte „Zwischenstufen“ in der Technik etabliert.

Man kann sie auch als eine vorübergehende Haltestelle auf dem Weg nach etwas Besserem bezeichnen.

Auf diesen Zwischenstufen gibt es immer eine gewisse Zufriedenheit mit etwas in der jeweiligen Technik.

Diese Zufriedenheit ist jedoch niemals auf Dauer, daher ist diese Zwischenstufe oder Haltestelle, nur vorübergehend.

Doch gerade diese vorübergehende Befreiung von dem technischen Dilemma, aus zu vielen Optionen wählen zu müssen, führt nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern auch zu einer gewissen Zufriedenheit mit den bereits getroffenen Entscheidungen.

Das mag zwar einen hohen Preis an Zeit und Nerven kosten, aber die Ergebnisse können es wert sein.

Es muss nur klar sein, wofür man bereit ist zu bezahlen.

Die Suche nach den Suchmöglichkeiten

Eine der Herausforderungen bei der Arbeit mit Wissen besteht heutzutage nicht darin, dass es an Wissen mangelt, sondern darin, dass die Menschen nicht wissen, wie sie es zeitlich finden können, wenn es benötigt wird.

Dann werfen die Leute oft nur einen kurzen Blick darauf und nehmen die erste Information, die sie finden, einfach für bare Münze.

Und obwohl wir alle behaupten würden, dass wir diese Informationen nicht einfach „für bare Münze“ nehmen würden, zeigt die Erfahrung, dass diese Behauptung in der Tat oft zutrifft.

Schließlich reicht es fast immer aus, wenn die Informationen plausibel und einigermaßen glaubwürdig wirken – zumindest am Anfang.

Das Problem ist immer die Zeit, die für den Wissenserwerb zur Verfügung steht.

Je weniger Zeit wir haben, desto eher geben wir uns mit den ersten Ergebnissen zufrieden.

Beim Erwerb von Wissen ist es sehr hilfreich, im Voraus zu wissen, nach welchen Quellen man bei Bedarf zu bestimmten Themen suchen könnte.

Ich nenne das die Suche nach den Suchmöglichkeiten.

Es kann auch wie ein Themenverzeichnis oder Inhaltsverzeichnis für Wissen genannt werden.

Man kann nachschlagen, wo man etwas findet, und die Informationen schneller erhalten, als wenn man erst nach zuverlässigen und hilfreichen Informationsquellen suchen müsste.

Die Suche nach den Suchmöglichkeiten muss auch nicht detailliert oder kompliziert sein.

Es reicht schon, wenn man eine ungefähre Vorstellung davon hat, wo man etwas finden könnte, wenn es soweit ist.

Dann nimmt man diese ersten Informationen nicht mehr so oft gleich für bare Münze.

Optimistischer Pessimismus

Optimistischer Pessimismus, der auch als konstruktiver oder realistischer Pessimismus bezeichnet wird, ist eine Einstellung, die eine sorgfältige Risikobewertung mit der Vorstellung verknüpft, dass Lösungen trotzdem gefunden werden können.

Menschen, die zu pessimistisch sind, denken jedoch übertrieben intensiv über Risiken und schlechte Ergebnisse nach und übersehen dadurch oft Möglichkeiten für Verbesserungen oder Änderungen.

Aber wenn man zu optimistisch ist, dann werden Gefahren und wichtige Hinweise oft übersehen oder nicht wahrgenommen.

Optimistischer Pessimismus bedeutet daher, auf Misserfolge vorbereitet zu sein und trotzdem daran zu glauben, dass man die Zukunft verbessern kann.

Dieser Beitrag richtet sich in erster Linie an Menschen, die eher pessimistisch als optimistisch denken, denn eine pessimistische Lebenseinstellung ist an sich nicht unbedingt etwas Schlechtes.

Die entscheidende Frage ist, ob diese Haltung hilfreich und sinnvoll ist oder ob es vielleicht sinnvoll wäre, einen optimistischen Pessimismus in Betracht zu ziehen.

Ablenkungen durch Ergänzungen

Vor ein paar Tagen hatte ich die Zahl der ähnlichen Beiträge bei allen Posts erhöht.

Durch einen Algorithmus sollten bereits hier im Blog erschienene Beiträge aus der Vergangenheit, mit dem jeweils aktuellen Blogbeitrag verknüpft werden.

Die Idee war, eine Ergänzung der Erklärungen und Denkweisen des jeweiligen Blogbeitrages anzubieten.

Ich habe diese Vorstellung jedoch langsam aufgegeben, und zwar aus den gleichen Gründen, die ich am Anfang zweckdienlich und hilfreich empfunden hatte.

Ich habe festgestellt, dass diese Ergänzungen die jeweiligen Ideen weniger ergänzt als vielmehr verkompliziert haben.

Blogbeiträge sind absichtlich sehr kurz geschrieben worden, damit die Botschaft schnell und hoffentlich verständlich übermittelt werden kann.

Meiner Meinung nach würde das Hinzufügen weiterer Inhalte durch Ergänzungen vom Kernpunkt jedes Blogbeitrages ablenken und den eigenen Denkprozess behindern.

Aber dieser Blog ist und war schon immer anders.

Für mich geht es nicht darum, Leserinnen und Leser so lange wie möglich am Blog einzubinden, sondern so schnell wie möglich, einen hoffentlich nützlichen Gedanken zur Anregung des eigenen Denkprozesses anzubieten.

Meiner Meinung nach würde das Hinzufügen weiterer Inhalte durch Ergänzungen vom Kernpunkt jedes Blogbeitrages ablenken und den eigenen Denkprozess behindern.

Das Resultat war eine Ablenkung durch Ergänzungen, und von Ablenkungen im Leben haben wir alle schon genug.

Ein Thema oder eine Idee lässt sich ohnehin über die Suchfunktion finden, sodass man je nach Bedarf oder Interesse weitere Informationen dazu abrufen kann.

Entscheidend ist jedoch, dass man selbst danach suchen möchte, und nicht, dass man durch Ergänzungen abgelenkt wird.

Weniger ist oft mehr und auch Ergänzungen und ähnliche Blogbeiträge gehören manchmal dazu.

Erwartungen an Erwartungen

Es sind oft nicht die Erwartungen selbst, die zu Enttäuschungen führen, sondern die Erwartungen, die wir an unsere eigenen Erwartungen stellen, die uns oft im Wege stehen.

Die Erwartungen an unsere eigenen Erwartungen sind so etwas wie eine Art Vorstufe unserer Denkweisen.

Diese Vorstufen ergeben sich aus unseren Erfahrungen, unserem Wissen und unseren Gewohnheiten.

Wir glauben oft, dass unsere Erwartungen begründet und wünschenswert sind, und das können sie auch sein, aber die Frage, die wir besser stellen sollten, ist, wie unsere Erwartungen begründet sind und warum wir sie überhaupt erst haben.

Tief zu verstehen, weshalb wir unsere Erwartungen erst haben und wie sie entstanden sind, kann uns helfen, besser einzuschätzen, ob unsere Erwartungen realistisch und auch realisierbar sind.

Es ist oft der Blick in uns selbst, der uns verraten kann, ob wir erwarten können, dass unsere Erwartungen tatsächlich erwartenswert sind.

Das ist auch keine Spielerei mit Worten, sondern eine weitere Methode, uns besser selbst zu verstehen, weshalb wir selbst etwas erwarten.