Was mache ich eigentlich?

Meine Arbeitsweise ist nicht pauschal definierbar, und das sorgt gelegentlich für Unklarheit, aber nur, weil meine Arbeit nicht in eine bestimmte Kategorie passt. 

Vor zehn Jahren, im Dezember 2015, habe ich so viele unterschiedliche Bereiche für Kunden behandelt, dass das Gewerbeamt eine Erklärung haben wollte, denn Beratung und Coaching haben nicht ausgereicht. 

Meine geänderte Gewerbeanmeldung vom 03.12.2015 wurde dann so definiert:

Beratung bezüglich Karriereplanung/-coaching, Bewerbungstraining, Entscheidungstraining bei Alltags- und beruflichen Fragen, (Selbst-)Motivationstraining, Zielfindung/Visionsentwicklung, Entspannungstechniken, Selbstmanagement, Kommunikationsverbesserung, Präsentationscoaching, Konfliktmanagement und Mediation, Führungskräftecoaching, Team-Coaching, allgemeinem mentalem Training, Selbstmarketing, Steigerung des Selbstbewusstseins, Stressbewältigung, Motivationshilfe bei akuten Krisen, allgemeiner Lebensberatung, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Gesundheitscoaching, Unterstützung bei psychisch belastenden Konflikten ohne Diagnose oder Behandlung i.S.d. PsychThG oder HeilprG. 

Das war so viel Text, dass das Gewerbeamt nicht genügend Platz auf dem Feld für die Beschreibung hatte, und ein Ersatzblatt hinzufügen musste. 

In einer Welt, in der wir allem eine einfache Beschreibung geben wollen, passen manche Beschreibungen einfach nicht leicht hinein. 

So wie das echte Leben auch. 

Viele einfache Lösungen entstehen oft nur dann, wenn es eine detaillierte und daher manchmal komplizierte Grundlage dafür gibt, die dann auf die Lösung angewendet wird. 

Einfache Lösungen sind meistens das Resultat einer Mischung unterschiedlicher Kompetenzen, Disziplinen, Kenntnisse, Erfahrungen und Wissens.

Umgekehrt geht das leider meistens nicht. 

Meine Lösungen haben aber alle einen Namen: David Blaz. 

Nur auf der Gewerbeanmeldung war dieser Name allein für die Tätigkeitsbeschreibung nicht ausreichend. 

Für die zahlreichen und erfolgreichen Lösungen, die ich in den vergangenen 30 Jahren unterbreitet habe, jedoch schon. 

Die wiederholte Unwahrheit

Die Nachricht von einem Freund war so unglaublich, dass man sofort fragt: „Bitte, wiederhol das noch einmal.“

Man bittet um Wiederholung, obwohl die Nachricht klar verstanden wurde; es war nur so, dass der Inhalt der Nachricht überraschend war.

Nach der Wiederholung verankerte sich die Botschaft noch fester im Gedächtnis, weil sie nicht nur überraschend war, sondern durch die Wiederholung auch an Kraft gewann. 

So funktioniert fast die gesamte Werbebranche, denn auch wenn wir bestimmte Musikstücke oder Szenen in Werbespots nicht mögen, bleiben sie durch Wiederholung in unserem Gedächtnis gespeichert.

Das Hauptproblem bei Wiederholungen ist die Akzeptanz, die sie mit der Zeit schaffen. 

Wenn man etwas wiederholt hört oder liest, wird die Botschaft immer glaubwürdiger, einfach weil sie so oft und von so vielen Menschen wiederholt wurde. 

So funktionieren die meisten Bewertungsportale, denn man überlegt sich zweimal, ob man ein Restaurant besucht, das nur schlechte Bewertungen hat. 

Theoretisch sind Bewertungen und Wiederholungen nicht unbedingt schlecht, aber die Praxis hat immer wieder gezeigt, dass es Missbrauchspotenzial gibt, und dieses Potenzial wird zunehmend ausgenutzt, um persönliche Ziele zu verfolgen und von der Wahrheit abzulenken.

In der Psychologie wird dieses Phänomen als „illusorischer Wahrheitseffekt“ bezeichnet: Je öfter Menschen eine Aussage hören, desto eher glauben sie, dass sie wahr ist, weil sie ihnen vertraut erscheint. 

Nur weil eine Nachricht wiederholt wird, sollte man sie nicht bedingungslos glauben, bevor man ein wenig recherchiert hat, um herauszufinden, ob sie wirklich wahr ist oder nicht.

Wenn es wichtig ist oder eine Entscheidung beeinflussen könnte, dann sind Wiederholungen allein kein guter Leitfaden und auch nicht das einzige Kriterium, um gute Entscheidungen zu treffen und die Wahrheit zu finden. 

Lügen gedeihen durch Wiederholung, deshalb werden sie so oft wiederholt. Man muss sich nur der Wiederholung bewusst sein.

Lachen mit Grund

Es kann immer vorkommen, dass eine bestimmte Situation, eine Bemerkung eines Kollegen oder ein Ereignis uns plötzlich zum Lachen bringt oder zumindest zum Lächeln. 

Es wird jedoch in der Regel interessanter, wenn man ohne ersichtlichen Grund zu lächeln beginnt.  

Es wird besonders interessant, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist und anfängt zu lachen, weil andere Menschen oft annehmen, dass sie etwas damit zu tun haben, da sie keinen anderen Grund dafür kennen. Das Lustige daran ist, dass dies zwar zutreffen mag, aber nicht immer der Fall sein muss. 

Es lohnt sich, einen Moment darüber nachzudenken, was das Lächeln verursacht und ob es sinnvoll ist, den Grund dafür mit anderen Menschen zu teilen, oder eben nicht. 

Aber für das Lächeln selbst, gibt es immer einen Grund. Die Frage ist zunächst, diesen Grund zu kennen, und dann zu überlegen, ob es sinnvoll ist, diesen Grund mit anderen Menschen zu teilen. 

Und manchmal kann es sogar noch lustiger sein, wenn man den Grund dafür mit anderen Menschen gar nicht teilt. 

(Erfahrungen aus dem Besprechungsraum eines Kunden gestern, und wir wissen immer noch nicht, warum er gestern gelacht hat.)

Und das ist vollkommen in Ordnung so.

Verstehen, wann besser wirklich besser ist oder nur neu

Bevor wir davon ausgehen, dass etwas besser ist, ist es sinnvoll, zu verstehen, was es besser macht.

Neu ist nicht automatisch besser. Neu ist neu. Ob neu tatsächlich besser ist, ist immer eine individuelle Entscheidung.

Diese Entscheidung ist nicht immer leicht zu treffen, da sie ein Verständnis dafür erfordert, warum etwas überhaupt besser sein sollte.

Ein guter Test, um zu überprüfen, ob etwas wirklich besser ist, besteht darin, es auf sich selbst zu beziehen und sich zu fragen, ob das Bessere tatsächlich einen Vorteil gegenüber dem vorherigen Zustand bietet. 

Aktualisierungen von Softwareprogrammen können besser sein, aber nur, wenn die Aktualisierung einen Vorteil gegenüber der vorherigen Version bietet und wir verstehen, warum und wieso diese Änderungen vorgenommen wurden. Fehlerbehebungen gehören häufig dazu. 

Ja, es ist besser, wenn Fehler in einem Programm korrigiert und entfernt werden, aber das sollte selbstverständlich sein. Es wäre hier tatsächlich doch besser, die korrigierte Anwendung lediglich als Update zu bezeichnen, anstatt sie allgemein nur als besser zu beschreiben. 

Besser zu werden, musste eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn der Vorteil nicht bekannt und nützlich ist, dann ist die Veränderung nicht unbedingt besser, sondern nur neu. 

Es stärkt unsere Entscheidungsfähigkeiten und Kaufentscheidungen bei neuen Produkten, wenn wir die Vorteile für uns erkennen und den Unterschied zwischen „neu“ und „besser“ erkennen. 

Bewegung beginnt im Geist

Sowohl geistige als auch körperliche Bewegungen beginnen immer im Geist, selbst unbewusste Bewegungen wie Atmen und Herzschlag. 

Es sind die Bewegungen im Geist, die alle anderen Bewegungen anstoßen und anschließend langfristig steuern. 

Und obwohl wir nicht alle körperlichen und geistigen Bewegungen bewusst kontrollieren können, unterschätzen wir oft, wie viele davon wir tatsächlich bis zu einem gewissen Grad beeinflussen können. 

Wir müssen nur mit dem Geist beginnen, dann besteht eine echte Chance, dass sich auch unsere Bewegungen in vielen Bereichen verbessern werden.