Einwegbücher

Einwegbücher sind Bücher, die von deren Autoren für tot erklärt wurden. Das bedeutet, das Buch ist zwar noch da und kann sogar absolut topaktuell sein und neu, aber die Autorin oder der Autor hat entschieden, keine Interaktion mit den Lesern vorzunehmen.

Kein Feedback möglich. Keine Möglichkeit des Lobs oder Tadel. Keine Ergänzungen mit anderen Sichtweisen oder Einsichten. Ein Einwegbuch ist wie eine Einbahnstraße, es geht nur in eine Richtung.

Eine Interaktion muss auch gar nicht in den sozialen Medien stattfinden, sondern kann genauso gut per E-Mail oder sogar mit einer einfachen Postanschrift hervorragend funktionieren. Die Kontaktmöglichkeit muss auch nicht direkt mit der Autorin oder Autor stattfinden müssen, sondern kann zum Beispiel durch eine Weiterleitung vom Verlag erfolgen.

Die Autorinnen und Autoren der heutigen Zeit können wesentlich mehr erreichen und bewirken, wenn sie sich nicht gegen eine Interaktion mit den Leserinnen und Lesern versperren, sondern diese Kontaktmöglichkeit als nützliche und sinnvolle Ergänzung betrachten würden.

Liebe Autorinnen und Autoren, es wurde sehr viel Zeit in das Buch investiert. Sparen wir nicht am Ende an der falschen Stelle. Es Buch lebt jedes Mal, wenn es gelesen wird. Die Autorinnen und Autoren sollen auch lebendig mit den Leserinnen und Lesern interagieren, damit sie Wertschätzung beweisen können.

Die Alternative ist ein Einwegbuch.

Theorie in der Praxis

Theorie ist zwar gut, aber es ist die Praxis, die messbare Ergebnisse liefert.

Es gibt auch die sogenannten Dauertheoretiker, die Ideen, Vorschläge und Empfehlungen für andere Menschen gerne unterbreiten, aber nur theoretisch. Manche Ideen erscheinen auf den ersten Blick auch tatsächlich hervorragend. Mitreißend formuliert und leicht verständlich.

Aber die Praxis setzt um.

Die Theorie kann eine Vorstufe für die Praxis bilden, sie ist jedoch unabdingbar erforderlich und unersetzbar, um erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen.

Theorie in der Praxis bedeutet daher, die Hinweise der Theoretiker bei Bedarf zu berücksichtigen und ggf. daraus zu lernen, aber die Entscheidungen stets selbst zu treffen und die eigenen Handlungen entsprechend zu gestalten.

Informationsüberfluss in Maßen

In der heutigen Zeit ist es schwierig geworden, sämtliche Neuigkeiten und Entwicklungen auf der ganzen Welt zu verfolgen, denn es passiert einfach zu viel. Auch die Zusammenfassungen sind inzwischen so kompliziert geworden, dass sogar ich am Ende einer Zusammenfassung oft vergessen habe, worüber am Anfang berichtet wurde.

Einerseits möchte niemand vollkommen unwissend sein und zumindest Grundwissen über die Geschehnisse auf der Welt informiert sein. Anderseits stellt sich vielleicht die berechtigte Frage, wozu diese Information dient.

Müssen wir wirklich und ernsthaft alles wissen? Nochmals stellt sich die Frage — wozu?

Nur weil etwas an einem anderen Ort auf der Welt passiert ist, müssen wir immer unsere kostbare Lebenszeit damit verbringen, uns damit zu beschäftigen? Wissen wir detailliert, was gerade vor 10 Tagen passiert ist? Können wir uns an diese angeblich so wichtigen Nachrichten noch erinnern?

Anders sieht es aus, wenn die Nachrichten uns persönlich betreffen oder wenn wir uns dafür interessieren. In solchen Fällen können die meisten Menschen nicht genug Information bekommen und das ist vollkommen in Ordnung so.

Diese Unterscheidung zwischen „wichtig“ und „wichtig für mich“ ist ein Schlüssel zur Kontrolle des Informationsüberflusses, dem wir alle täglich ausgesetzt sind.

Warum Ideen ohne Logistik keinen Erfolg haben

Die beste Idee bringt uns herzlichst wenig, wenn keiner davon etwas erfährt.

Das beste Buch hilft uns rein gar nicht, wenn wir nicht wissen, dass es überhaupt existiert.

Ohne Logistik haben Ideen keine Möglichkeit, ihre volle Entfaltung, Verwirklichung und Nutzen für andere Menschen zu gewähren. Und das Buch bleibt unbekannt und für andere Menschen dadurch nutzlos, wenn die Existenz des Buches durch Logistik nicht gewährleistet wurde.

Eine neue Idee, ein neues Produkt oder ein neues Vorhaben wird ohne eine unterstützende Logistik keine breite Verteilung oder Vervielfältigung erhalten.

Viele gute Ideen und Produkte sind daran gescheitert, dass die Logistik vergessen wurde.

Bei der nächsten Überlegung einer neuen Idee oder eines neuen Produkts, sind wir gut beraten worden, aus den Erfahrungen der Vergangenheit hinsichtlich der Wichtigkeit der Logistik zu lernen. Wenn eine Verteilung, Verbreitung und Vervielfältigung erwünscht oder vorgesehen ist, dann ist eine frühzeitige Integration der Logistik unabdingbar erforderlich.

Das haben wir aber immer so gemacht

Es gibt Leute, die felsenfest behaupten werden, dass der „beste“ Weg, um ein bestimmtes Problem zu lösen, deren Weg ist. Dieser Weg wurde möglicherweise bereits ausprobiert und hat zum erwünschten Ergebnis geführt.

Aber diese Behauptung, auch wenn sie wahr ist und in der Vergangenheit funktioniert hat, ist oft keine gute Empfehlung für das gleiche Problem in einer ähnlichen Situation. Es gibt einfach zu viele unterschiedlichen Faktoren, die stets jedes Mal berücksichtigt werden müssen, bevor die Lösung in einem bestimmten Fall als geeignet, nützlich und effektiv betrachtet werden kann.

Die Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft, auch Erfolgsrezepte nicht.

Aus der Vergangenheit zu lernen, ist zwar eine absolute Notwendigkeit, um bessere Entscheidungen in der Zukunft treffen zu können. Die Vergangenheit allein als Wegbeschreibung für eine Zukunftsplanung zu verwenden, führt jedoch häufig zum unerwünschten Standort.