Selbstbewusst oder nur arrogant?

Wir alle kennen Menschen, die selbstbewusst auftreten und handeln. Manchmal ist diese Einstellung absolut berechtigt und verdient, aber manchmal wirkt das Verhalten arrogant.

Wie können wir am besten einschätzen und wissen, ob das Verhalten selbstbewusst oder nur arrogant ist?

Indem wir uns selbst fragen, warum wir das Verhalten so empfinden.

Wenn wir das Verhalten als arrogant empfinden, dann warum genau? Liegt es an der Stimme oder Ausdrucksweise dieser Person? Sein Verhalten oder wie er sich bewegt? Es gibt unzählige Gründe, weshalb eine Person als arrogant empfunden wird. Die entscheidende Frage ist, warum genau wir das so empfinden.

Menschen, die tatsächlich selbstbewusst sind, wissen in der Regel, dass das Selbstbewusstsein von heute auf morgen zerstört werden kann. Ein Fehler kann gemacht werden oder eine Aussage erweist sich später als falsch, und gleich ist das Selbstbewusstsein angekratzt oder beschädigt und muss wieder aufgebaut werden.

Arroganz dagegen wird oft durch Unsicherheit oder durch den Wunsch, andere Menschen zu manipulieren oder zu beeinflussen, verursacht. Arroganz lässt sich auch nicht so leicht beschädigen oder zerstören wie beim Selbstbewusstsein.

Wenn wir uns selbst fragen, warum wir ein solches Verhalten so empfinden, ist der weitere Umgang miteinander meistens viel einfacher, angenehmer und produktiver.

Eine bewährte Methode, um Aufgaben zu erledigen

Es gibt unzählige Methoden, um Aufgaben zu erledigen. Die entscheidende Frage ist, welche Methode persönlich zu dir passt. Welche Methode ist tatsächlich für dich nützlich und auch effektiv?

Daher ist der Titel dieses Beitrages nicht „DIE BESTE Methode, um Aufgaben zu erledigen“, denn die eine beste Methode gibt es nicht, nur die zu uns bestpassende Methode. Und diese Lösung kann so unterschiedlich sein, wie die Menschen es selbst sind.

Nein, es geht hier um eine bewährte Methode, die einfach hervorragend bei mir selbst funktioniert.

Und ja, ich habe unzählige Methoden ausprobiert, um meine Aufgaben zu managen, zu gestalten, zu verwalten, zu dokumentieren und ja, manchmal zu erledigen. Sowohl digital als auch analog. Ich habe sogar die Getränkemethode ausprobiert, mit unterschiedlichen Getränken, je nach Aufgabe (ja, diese Methode gibt es wirklich). Alle Methoden haben nur mäßigen Erfolg gehabt oder waren nicht bestandskräftig. Außer einer Methode, die für mich einfach funktioniert hat.

Die Kleinste-Schritte-Methode.

Hierzu gibt es ebenfalls zahlreiche Varianten und unterschiedliche Namen („Das Prinzip der kleinen Schritte“ oder „Die Tiny Habits Methode“, um nur zwei Beispiele zu nennen).

Aber auch bei diesen Methoden wurde es schnell kompliziert und ich brauchte es einfach.

Die Kleinste-Schritte-Methode ist einfach und verlangt lediglich, dass du jeden Tag nur eine einzige Aufgabe erledigst, egal wie klein oder unbedeutend sie sein mag, jeden Tag. Je kleiner, desto besser.

Jetzt kommt die Magie.

Wenn du dich zwingst, nur eine Kleinigkeit jeden Tag zu erledigen, dann hast du auch deine Fokussierung jeden Tag kurzfristig geändert, denn du hast doch eine Aufgabe erledigt.

Wenn du deine Fokussierung änderst, dann wirst du es auch leichter finden, weiterzumachen. Das passiert und kommt häufiger vor, als viele Menschen denken. Und wenn nicht, hast du wenigstens auch eine Kleinigkeit erledigt, und das ist auch besser als gar nichts, oder?

Die Methode funktioniert, zumindest bei mir. Mit dieser Methode habe ich Firmen aufgebaut und komplizierte Sachverhalte erfolgreich bearbeitet.

Mit nur einer Kleinigkeit jeden Tag.

Zwei Fragen, um einen guten Berater zu erkennen

Es kommt immer wieder im Leben vor, dass wir eine Beraterin oder einen Berater benötigen. Warum und wozu wir einen Berater gerne hätten, hängt meistens von unseren eigenen Bedürfnissen ab. Wir möchten hier oder dort persönlich „besser“ werden. Eine Steuererklärung muss gemacht werden und wir kommen mit bestimmten Formularen nicht klar. Es gibt unzählige Beispiele, warum eine gute Beratung sich lohnen kann.

In fast allen Fällen ist aber die entscheidende Frage: Wer soll mich beraten?

Oft wird nach Empfehlungen gefragt und diese Methode kann hilfreich sein und eine Orientierung geben. Es gibt aber bessere Methoden.

Die Zwei-Fragen-Technik verspricht die besten Ergebnisse, und zwar aus meiner persönlichen Erfahrung aus 30 Jahren Tätigkeit als Unternehmensberater und Life-Coach (obwohl ich mich selbst niemals als Berater oder Life-Coach bezeichnet habe, aber das ist eine andere Geschichte).

Bevor du mit einem Berater arbeitest, stelle diese zwei Fragen:

1. Wenn wir miteinander arbeiten würden, was würden Sie als allererstes machen oder tun?

2. Wie gehen Sie ganz konkret vor, um mich zu unterstützen?

Die korrekten Antworten lauten:

Zu 1: Der Berater muss unbedingt eine Analyse, Bestandsaufnahme oder Überprüfung der Lage vornehmen, bevor er überhaupt etwas tut, vorschlägt oder macht. Nur in Notfallsituationen gibt es Ausnahmen, und sie kommen wirklich fast nie vor.

Wenn der Berater diesen Schritt nicht macht, ist er schlicht und ergreifend komplett zu vermeiden. Klingt vielleicht hart? Nach drei Jahrzehnten Erfahrung ist dieser Schritt unumgänglich und trennt die Profis von den Scharlatanen.

Zu 2: Wenn der Berater keine absolut konkrete Vorgehensweise für seine Arbeit darstellen kann oder will, ist er ebenfalls vollkommen zu vermeiden. Ein professioneller Berater hat IMMER eine Vorgehensweise, angepasst auf deine Bedürfnisse (daher erst die 1. Frage oben).

Wer keine ganz konkrete Vorgehensweise vorlegen kann und sich eher offenhält, ist in 99,99 % aller Fälle nicht zu gebrauchen. Ein Profi-Berater sagt dir 1, 2, dann 3, was zu machen ist. Fertig. Wer das nicht tut, gibt lediglich seine Meinung ab, leistet aber keine echte und nützliche Beratung.

Diese zwei Fragen haben bereits in der Vergangenheit vielen Menschen und Firmen geholfen, von Anfang an sehr viel Zeit und Geld zu sparen. Profitiere selbst davon und stelle die zwei Fragen, bevor du dich das nächste Mal beraten lässt.

Montagsfrage 8

Jeden Montag wird eine neue Frage gestellt, die dazu genutzt werden kann, die graue Masse zwischen den Ohren anzuregen und die Woche gedanklich aktiv zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wenn du auf etwas in deinem Leben einfach verzichten konntest (es zählen hier keine Zwänge oder Gewohnheiten, die schwieriger sind – das Rauchen zum Beispiel), worauf konntest du sofort verzichten und warum hast du das noch nicht getan? Was hält dich davon ab, diese Entscheidung jetzt zu treffen?

Vergleiche zwischen Menschen vermeiden

Wir leben in einer Welt der Vergleiche und Bewertungen. Wer hat an der Universität die besten Noten gehabt? Welches Produkt hat laut Stiftung Warentest am besten abgeschnitten?

Vergleiche und Bewertungen dienen der Orientierung und können unsere Entscheidungsfindung erleichtern.

Zumindest in der Theorie.

Vergleiche und Bewertungen mit Menschen vorzunehmen, ist schwieriger und oft vollkommen unzuverlässig. Es sind einfach zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen, wenn wir Menschen bewerten wollen, wie beim Vorstellungsgespräch. Nur die Noten bewerten? Ernsthaft? Früher wurde aber genau das gemacht, bis die Firmen merkten, dass die Methode unzureichend ist, um qualifizierte Menschen zu finden.

Entgegen vielen Meinungen und Überzeugungen kann sich ein Mensch von heute auf morgen tatsächlich ändern. Eine Meinung kann revidiert werden und eine lang anhaltende Überzeugung plötzlich nicht mehr ganz überzeugend wirken. Eine solche Veränderung kann sich auch über eine längere Zeit manifestieren.

In solchen Fällen sind sämtliche Bewertungen und Vergleiche plötzlich nicht mehr korrekt oder stimmig.

Vergleiche daher Menschen mit anderen Menschen nicht, sondern vergleiche Taten mit anderen Taten und bewerte die individuelle derzeitige Einstellung der jeweiligen Personen jeweils allein.  

Die Ergebnisse werden überzeugen.