Abschiedsfeier

Wenn heute dein letzter Tag auf der Arbeit wäre und die Mitarbeiter überraschen dich mit einer kleinen Abschiedsfeier, was würdest du sagen, wenn sie dich um paar Worte bitten?

Gibt es irgendwelche Besonderheit, auf denen du besonders stolz bist? Etwas Lobenswertes? Vielleicht paar lustige Geschichten aus früheren Arbeitstagen?

Was würdest du tun, wenn ein Mitarbeiter paar Worte vor dir sagt und seine Erzählungen kommen dir unbekannt vor? Du kannst dich nicht erinnern, dies oder jenes getan zu haben, aber der Mitarbeiter offensichtlich schon. Würdest du nach dem Zuhören, deine eigenen Erzählungen vielleicht ändern oder anpassen?

Was uns selbst in Erinnerung bleibt, ist nicht immer das Gleiche, was bei anderen im Gedächtnis geblieben ist. Auch mit den gleichen Erinnerungen sind die Ansichten und Bewertungen oft unterschiedlich. Diese Unterschiede führen zu unterschiedlichen Erinnerungen und infolgedessen zu abweichenden Bewertungen.

Die Vorbereitungen für deine Abschiedsfeier triffst du jeden Tag. Mit deinen Handlungen, Erzählungen und Taten hinterlässt du Erfahrungen und Erinnerungen, die später weitergegeben werden können.

Jetzt hast du die Möglichkeit, gute Geschichten für deine Abschiedsfeier zu erzeugen.

Was kannst du heute oder demnächst besonders oder außergewöhnlich tun, um eine hervorragende Erzählung später leichter zu machen? Was soll bei den Menschen in Erinnerung bleiben?

Die Abschiedsfeier kommt oft schneller als uns lieb ist.

Die Vorteile der falschen Uhrzeit

Die Uhr bei uns im Schlafzimmer ist keine Funkuhr und daher einstellbar. Ich habe mich absichtlich für eine Uhr ohne Funksteuerung entschieden, damit ich eine falsche Uhrzeit einstellen kann.

Diese Uhr ist immer 15 Minuten zu früh eingestellt.

Wenn es korrekterweise 8 Uhr morgens ist, steht bei mir 8:15. Ich stehe somit immer 15 Minuten früher auf.

Das wirkt Wunder.

Für die Langschläfer unter uns, wozu ich gehöre, bringen diese 15 Minuten Zeit eine unglaubliche Entspannung mit sich, denn wir stehen meistens sowieso auf dem letzten Drücker auf. Diese extra Viertelstunde sorgt für verbesserte Pünktlichkeit bei Terminen und allgemeine Entspannung am frühen Morgen, weil alles langsamer angehen kann. Wenn eine Tasse Kaffee dazukommt, ist der Start natürlich perfekt.

Falls du Langschläfer bist, können diese 15 Minuten eine unglaubliche Erfahrung sein. Einfach ausprobieren.

Falls du Frühaufsteher bist, dann hast du ebenfalls gewisse Vorteile durch diese 15 Minuten. Du kannst den Tag entspannter beginnen, vielleicht vorher etwas lesen oder tun.

Es geht nur um 15 Minuten. Wer hat diese Zeit nicht?

Angst als Hemmfaktor

Angst zu haben, ist völlig normal für uns Menschen und gehört zu den evolutionären Schutzmechanismen, die uns seit tausenden von Jahren vor Gefahren bewahrt haben.

Die Zeiten haben sich jedoch geändert.

Angst von Tieren angegriffen zu werden ist in den meisten Ländern nicht mehr aktuell, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber solche Ängste kommen weniger bei uns vor als vor paar hundert Jahren.

Die Angst bleibt trotzdem fest eingebaut und leistet uns gute Dienste. Angst kann ein Signal, ein Impuls, eine Warnung oder ein Gefühl sein. Auch eine Kombination davon ist möglich.

Wenn Ängste uns jedoch hemmen, etwas zu unternehmen oder zu tun, weil wir Bedenken über den Ausgang haben, dann empfiehlt es sich, die eigenen Gedanken zu hinterfragen und eine Reflexion über die eigenen Glaubenssätze zu führen, warum du Angst davor hast.

Ein wenig Angst ist immer vorhanden, wenn wir eine wichtige Entscheidung treffen müssen oder etwas unternehmen wollen, mit ungewissem Ausgang.

Angst darf jedoch nicht die Oberhand bei dir gewinnen und dich nicht unnötig oder übertrieben hemmen etwas zu tun oder unternehmen.

Wenn Angst ein dauerhaftes und ernstes Problem für dich ist, dann ist ein Angebot an professionelle Unterstützung für Angststörungen und andere Themen von qualifizieren Psychologen vorhanden. Ich rege an, sie in Anspruch zu nehmen. Schaden kann es nicht, oder?

Angst wird uns immer begleiten und das ist gut so.

Lernen wir einen zeitgemäßen Umgang mit Ängsten, damit wir weniger unnötige Ängste haben.

Weniger erfordert mehr

Viele Sachverhalte sind von Natur aus kompliziert. Um ein tiefes Verständnis über komplizierte Themen zu gewinnen, muss Zeit und Aufwand investiert werden.

Wir brauchen nicht ein tiefes Wissen über zahlreiche Themen im Leben zu haben, um glücklich und erfolgreich zu sein. Es ist auch weder realistisch noch wirklich nützlich ein tiefes Wissen von so vielen Themen zu haben.

Wir brauchen aber den Überblick.  

Erst nach Bedarf oder Interesse, kann das Wissen vertieft werden, und zwar in Bereichen, die dich tatsächlich interessieren oder gebraucht werden.

Um den Überblick von einem Sachverhalt, korrekt, verständlich und glaubwürdig zu vermitteln, ist ein tiefes Verständnis darüber zu haben notwendig. Aber noch wichtiger als ein tiefes Verständnis auf einem Gebiet zu haben ist die Fähigkeit, diese Sachverhalte verständlich zu verkürzen, damit sie verständlich vermittelt werden können an Menschen, die eben nicht über ein solches Wissen verfügen. Diese Fähigkeit lernen wir meistens nicht in der Schule.

Je mehr du einen Sachverhalt verkleinerst oder auf ein Minimum reduzierst, desto mehr Wissen und Fähigkeiten werden dafür verlangt.

Diese Fähigkeit wird mit zunehmender Zeit wichtiger und wichtiger für uns alle.

Übertriebener Optimismus

Sprüche wie „Du schaffst es, wenn du es nur willst.“ oder „Ob du erfolgreich bist oder nicht, entscheidest du selbst.“ sind meistens schlechte Ratgeber und führen zu Enttäuschungen.

Eine ganze Industrie wurde jedoch mit solchen Versprechungen aufgebaut.

Das Problem dabei?

Die Richtung stimmt, aber der Weg wird verschönert und leichter dargestellt, als er fast immer wirklich ist.

Wir glauben auch durch solche Verblendungen und Verzerrungen nicht hineinfallen zu können, aber die Industrie beweist das Gegenteil. Es hört sich einfach zu gut an und wir wollen glauben, dass der Glaube an den Erfolg allein ausreicht, um erfolgreich zu sein.

Die Enttäuschung ist vorprogrammiert. Was wir ständig zu sehen bekommen, sind die erfolgreichen Menschen, die diesen Weg gegangen sind und das führt ebenfalls zu dieser Problematik, denn wir glauben, wenn so viele Menschen es geschafft haben, dann schaffen wir das auch.

Auch hier stimmt die Richtung, aber der Weg ist immer unterschiedlich und individuell. Mit einer Portion Realismus sind wir tatsächlich besser gewappnet, um unsere Ziele zu erreichen, als mit übertriebenem Optimismus.

Optimismus an sich ist absolut unabdingbar, um glücklich und erfolgreich zu sein, keine Frage.

Übertriebener Optimismus verblendet uns jedoch und sorgt eher für Enttäuschungen.