Das bleibende Gefühl

In all meinen Coaching- und Beratungssitzungen der letzten dreißig Jahre gibt es immer etwas, das meinen Kunden langfristig in Erinnerung bleibt.

Das erworbene Wissen, die angewandten Techniken, die maßgeschneiderten Lösungen und die erlernten Verfahren waren stets unterschiedlich und auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten. 

Aber Wissen verändert sich im Laufe der Zeit, ebenso wie die Techniken, Lösungen und Ansätze, die in den Sitzungen verwendet wurden. 

Was in allen Sitzungen langfristig geblieben ist, ist das bleibende Gefühl, das die Menschen aus diesen Erfahrungen mitgenommen haben.

Menschen erinnern sich an Gefühle und daran, wie die Techniken, Lösungen und Verfahren dazu beigetragen haben, dass sie sich so gefühlt haben. 

Beratung und Coaching zielen in allen Bereichen und in allen Fällen stets darauf ab, ein dauerhaftes, positives Gefühl zu ermöglichen. 

Die Techniken und Lösungen ändern sich, aber das Gefühl bleibt. 

Etwas nicht zu wissen

Etwas nicht zu wissen, ist nicht an sich problematisch. 

Etwas nicht zu wissen, wenn wir es gut gebrauchen können, hingegen schon. 

Wir müssen und können nicht immer alles wissen, auch die selbst ernannten Besserwisser auf unserem Planeten wissen das ebenfalls, auch wenn sie es vielleicht nicht immer gerne zugeben. 

In der Regel reicht es aus, zu wissen, wo man Antworten finden kann, wenn man etwas nicht weiß, oder zumindest eine Vorstellung davon zu haben, welche Quellen in solchen Fällen zuverlässige und qualifizierte Antworten liefern können. 

Dann ist es nicht nachteilhaft, etwas nicht zu wissen, und man kann gerne dazu stehen.

Die Bewertung von Ereignissen

Es sind immer unsere eigenen Bewertungen, die bestimmen, wie ein Ereignis oder ein Resultat empfunden wird. 

Denn gut und schlecht gibt es auch in der Natur nicht, nur Ereignisse. 

Es sind die Menschen, die Ereignisse als gut oder schlecht definieren. 

Genau deswegen gibt es so viele unterschiedliche Meinungen zu einem gleichen Sachverhalt.

Wenn man möchte, dass jemand seine Meinung ändert, besteht die Lösung in der Regel nicht darin, ihn mit Gegenargumenten zu überzeugen, sondern darin, zu hinterfragen, warum er diese Ansichten vertritt. 

Bewertungen bilden die Grundlage der Überzeugungen. 

Änderst du die Bewertungen, änderst du die Überzeugungen. 

Die Entscheidung, etwas später zu tun

Es wird oft vergessen, dass jeder Entscheidung, etwas später zu tun, immer eine Entscheidung vorausgeht, die jetzt getroffen wird. 

Der Schlüssel zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit solcher Entscheidungen liegt darin, zu verstehen, ob die nun getroffene Entscheidung hinsichtlich des Zeitpunkts vorteilhaft ist. 

Manche Entscheidungen, etwas später zu tun, erfordern mehr Zeit zum Nachdenken und Planen, wann und wie man es später tun soll, als wenn man die Aktivität sofort ausführen würde. 

Natürlich bedeutet „aufgeschoben“ nicht „aufgehoben“, aber wenn die Planung und Organisation dessen, was später zu tun ist, mehr Zeit in Anspruch nehmen als die sofortige Erledigung, dann ist es in der Regel besser, zu überdenken, ob das, was für später geplant ist, nicht doch sofort erledigt werden sollte.

Diese Botschaft ist nicht neu und wird von vielen Ratgebern auch empfohlen, in verschiedenen Variationen und mit unterschiedlichen Methoden. 

Trotzdem bleibt die Kernbotschaft immer die gleiche:

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebst du nicht auf morgen.“

Viele Ratgeber und Techniken benötigt man eigentlich nicht, nur ein wenig Nachdenkvermögen, und zwar bevor man etwas für später verschiebt. 

Die Zeit dafür haben wir immer. 

Wo ist die Motivation begründet?

Wenn wir motiviert sind, fällt uns eine Tätigkeit in der Regel leichter, als wenn wir weniger oder gar nicht motiviert sind.

Die Frage ist aber, was passiert, wenn die Motivation plötzlich verschwindet?

Hört man einfach auf, weil die Motivation auf einmal fehlt? 

Motivation hat immer eine Ursache und ist dadurch immer begründet. 

Motiviert zu sein, kann in vielen Bereichen natürlich hilfreich sein, aber zu verstehen, warum, wie und zu welchem Zweck man motiviert ist, ist besser, wenn die vorherrschende Motivation plötzlich verschwindet und man nach Alternativen suchen muss, um weiterzukommen. 

Vorsorge ist fast immer besser als Nachsorge, und das gilt insbesondere, wenn es darum geht, zu verstehen, woher Motivation kommt und worauf sie basiert, bevor es zu spät ist und man keine Motivation mehr hat, nach den Gründen zu suchen.