Keine Ahnung ist immer noch eine Ahnung

Es ist zwar ein altes Sprichwort, dass keine Ahnung auch eine Ahnung ist, aber trotzdem ist es wahr, und kann uns Orientierung geben, wenn wir eine schwierige Entscheidung treffen wollen. 

Es ist jedoch nicht immer einfach zu erkennen und zu verstehen, wo die Grenze zwischen Wissen und Ahnung liegt, da diese beiden Aspekte oft miteinander vermischt sind. 

Es sind unsere Erfahrungen und unser bisheriges Wissen, die uns eine Vorstellung davon geben, wie wir in einer bestimmten Situation entscheiden können. 

Wir haben eine Ahnung, wie wir zu entscheiden haben.

Da unsere bisherigen Erfahrungen und das bisher erworbene Wissen uns eine Vorstellung davon vermitteln können, wie wir vorgehen sollten, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass diese Vorstellung nur eine Ahnung bleibt – eine Idee oder eine Vorstellung. 

Das Wissen, dass wir fast nie alles wissen und dennoch vernünftige Entscheidungen treffen können, verleiht diesem Sprichwort eine neue Bedeutung.

Dadurch können wir trotz unserer bisherigen Ahnungen jederzeit offen für neue Ideen bleiben. 

Auch wenn wir nicht immer eine Ahnung haben, wissen wir jetzt, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir keine haben oder glauben, eine zu haben.

Montagsfrage 160

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Hast du für die bevorstehenden Feiertage besondere Pläne mit anderen Leuten, die du auch zu anderen Zeiten mit ihnen hättest machen können, aber nur vorwiegend machst, weil die Feiertage vor der Tür stehen?

Welche dieser Pläne kannst du auch außerhalb der Ferientage umsetzen?

Manche Gelegenheiten, andere Menschen zu treffen, schafft man sich selbst, und oft sind das die schönsten Erlebnisse, da sie nicht erwartet werden.

Das bleibende Gefühl

In all meinen Coaching- und Beratungssitzungen der letzten dreißig Jahre gibt es immer etwas, das meinen Kunden langfristig in Erinnerung bleibt.

Das erworbene Wissen, die angewandten Techniken, die maßgeschneiderten Lösungen und die erlernten Verfahren waren stets unterschiedlich und auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten. 

Aber Wissen verändert sich im Laufe der Zeit, ebenso wie die Techniken, Lösungen und Ansätze, die in den Sitzungen verwendet wurden. 

Was in allen Sitzungen langfristig geblieben ist, ist das bleibende Gefühl, das die Menschen aus diesen Erfahrungen mitgenommen haben.

Menschen erinnern sich an Gefühle und daran, wie die Techniken, Lösungen und Verfahren dazu beigetragen haben, dass sie sich so gefühlt haben. 

Beratung und Coaching zielen in allen Bereichen und in allen Fällen stets darauf ab, ein dauerhaftes, positives Gefühl zu ermöglichen. 

Die Techniken und Lösungen ändern sich, aber das Gefühl bleibt. 

Etwas nicht zu wissen

Etwas nicht zu wissen, ist nicht an sich problematisch. 

Etwas nicht zu wissen, wenn wir es gut gebrauchen können, hingegen schon. 

Wir müssen und können nicht immer alles wissen, auch die selbst ernannten Besserwisser auf unserem Planeten wissen das ebenfalls, auch wenn sie es vielleicht nicht immer gerne zugeben. 

In der Regel reicht es aus, zu wissen, wo man Antworten finden kann, wenn man etwas nicht weiß, oder zumindest eine Vorstellung davon zu haben, welche Quellen in solchen Fällen zuverlässige und qualifizierte Antworten liefern können. 

Dann ist es nicht nachteilhaft, etwas nicht zu wissen, und man kann gerne dazu stehen.

Die Bewertung von Ereignissen

Es sind immer unsere eigenen Bewertungen, die bestimmen, wie ein Ereignis oder ein Resultat empfunden wird. 

Denn gut und schlecht gibt es auch in der Natur nicht, nur Ereignisse. 

Es sind die Menschen, die Ereignisse als gut oder schlecht definieren. 

Genau deswegen gibt es so viele unterschiedliche Meinungen zu einem gleichen Sachverhalt.

Wenn man möchte, dass jemand seine Meinung ändert, besteht die Lösung in der Regel nicht darin, ihn mit Gegenargumenten zu überzeugen, sondern darin, zu hinterfragen, warum er diese Ansichten vertritt. 

Bewertungen bilden die Grundlage der Überzeugungen. 

Änderst du die Bewertungen, änderst du die Überzeugungen.