Eine Kleinigkeit täglich

Manche Veränderungen benötigen Zeit, bis sie greifen und das ist meistens genau das, was wir in der Regel nicht in Überfluss haben: Zeit. 

Aber ist es wirklich die Zeit, die wir nicht in Überfluss haben oder kann es sein, dass wir Geduld nicht in Überfluss haben? 

Wir haben es alle eilig. Das ist nachvollziehbar und üblich in der heutigen Zeit. Diese Einstellung, es immer eilig zu haben, hat seine Vor- und Nachteile. Es ist nicht so, dass ich Eiligkeit generell verdammen will, es ist jedoch sinnvoll, die Aspekte und Auswirkungen von Eiligkeit zu beobachten, um Erkenntnisse für die tägliche Praxis daraus zu gewinnen. 

Eine oft unterschätzte Methode, um Veränderungen zu verursachen ist es, täglich dafür etwas zu tun, und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. 

Wir überschätzen oft die Dinge, die wir kurzfristig erreichen können und gleichzeitig unterschätzen wir die Dinge, die wir langfristig erreichen können.

Eine Kleinigkeit täglich zu machen, bietet eine vernünftige Möglichkeit an, größere Ziele schneller als vermutet zu erreichen. 

Eine Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt treffen

Es gibt immer wieder Gründe, die dafür und dagegen sprechen, wenn wir eine neue Entscheidung treffen wollen oder müssen. Immer diese Überlegungen, Bedenken und oft Zweifel, die jede Entscheidung begleitet. Die Angst vor dem Scheitern ist nachvollziehbar und beeinflusst ebenfalls den Entscheidungsprozess.

Was jedoch oft übersehen und unterbewertet wird, ist die Wichtigkeit des Zeitpunktes der Entscheidung.

Viele Entscheidungen brauchen einfach ihre Zeit, bevor sie erfolgreich getroffen werden können und andere Entscheidungen, die zu früh oder zu spät getroffen werden, erweisen sich im Nachhinein als fehlerhaft.

Eine erprobte und erfolgreiche Methode, die richtige Zeit für eine Entscheidung zu entdecken, ist es immer wieder diese Entscheidung zu probieren, bis das gewünschte Resultat eintritt. Diese Methode ist natürlich nicht für alle Entscheidungen geeignet, aber sie ist eine Möglichkeit.

Eine weitere Methode ist es, die bevorstehende Entscheidung auseinanderzunehmen und kleine Teilentscheidungen daraus zu holen. Diese kleinen Entscheidungen sind Bestandteile der Hauptentscheidung und helfen ebenfalls festzustellen, ob der Zeitpunkt für diese Entscheidung gekommen ist oder nicht. Natürlich auch hier, kann nicht jede Entscheidung auf dieser Art und Weise behandelt werden, aber es ist eine weitere Möglichkeit.

Noch eine Methode ist die Trial-und-Error-Methode. Es wird einfach entschieden und später festgestellt, ob der Zeitpunkt der richtige war oder nicht. Auch hier, hängt die Anwendbarkeit dieser Methode davon ab, welche Art von Entscheidung getroffen werden muss und wie wichtig sie ist.

In allen Fällen ist der Zeitpunkt für eine Entscheidung absolut wichtig, wenn wir die bestmöglichen, nachhaltigsten und für uns am besten passenden Entscheidungen treffen wollen.

Es geht häufig nicht darum, was entschieden wird, sondern wann.

Die Suche nach Aufmerksamkeit

Die sozialen Medien haben unsere Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit verstanden und beherrschen die Techniken, um diese Wünsche zu erfüllen. Schon mal gefragt, warum es eigentlich keinen „Mag ich nicht“ Button gibt? Es gab übrigens Studien darüber, ob ein „Dislike“ oder „Gefällt mir nicht“ Button sinnvoll wäre. Das Ergebnis war eindeutig: Wer viele „Gefällt mir nicht“ Klicks hat, bleibt einfach nicht lange auf der Plattform und geht woanders hin. Da die sozialen Medien von der Zeit leben, die wir dort verbringen und Werbung konsumieren, geht so etwas gar nicht.

Das ist der Grund, weshalb es keinen „Gefällt mir nicht“ oder „Daumen nach unten“ Button gibt. Lediglich in den Kommentaren ist es möglich, Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen.

Trotzdem bleibt das menschliche Bedürfnis nach Aufmerksamkeit bestehen. Problematisch kann dieses Bedürfnis nach Aufmerksamkeit jedoch werden, wenn es nicht befriedigt wird. Diese Gefahr ist nicht nur in den sozialen Medien vorhanden, sondern auch im realen Leben.

Denn es wird oft vergessen: Aufmerksamkeit ist immer begrenzt.  

Wer dauerhaft nach Aufmerksamkeit sucht, wird früher oder später, zwangsläufig enttäuscht.

Entscheidend ist, wie wir mit dieser Enttäuschung umgehen und ob wir ein Problem mit der Suche nach Aufmerksamkeit haben oder nicht.

Es ist eine gute Übung einfach mal zu überlegen, wie oft wir nach Aufmerksamkeit suchen und wie wir damit umgehen, wenn sie kommt und vor allem, was wir machen, wenn sie nicht kommt.

Wir merken, wie groß unsere Bedürfnisse und Verlangen nach Aufmerksamkeit sind, oft selbst nicht. Diese Übung hilft tatsächlich, Klarheit und Bewusstheit zu bekommen, um für uns passende Entscheidungen später besser treffen zu können, wie wir mit diesem Thema umgehen wollen.

Wenn Newsletter überflüssig sind

Heute habe ich mich schon wieder von einem Newsletter abgemeldet. Es ging um das bevorstehende Update auf WordPress 6.0. An sich, keine schlechte Idee für einen Newsletter, aber der Inhalt war leider enttäuschend.

Es gab allgemeine Hinweise, die für alle Updates und Upgrades in fast allen Bereichen gleichzeitig gelten: Sicherheitskopie vor dem Update anlegen, ausführlich testen und ggf. anschließend eine Fehlersuche durchführen.

Auch mit diesen allgemeingültigen und nicht besonders hilfreichen Hinweisen wäre ich vielleicht Abonnement geblieben, wenn nicht die Werbung dazu kam. Um Fehler mit diesem Update zu vermeiden, gab es unterschiedliche Angebote, denn wir wollen ja nicht irgendwelche Probleme erleben. Vielleicht werde ich alt, aber ich kann mich nicht genau erinnern, viele Probleme in der Vergangenheit gehabt zu haben. Zumindest keine Probleme, die nicht unverzüglich behebbar waren, entweder durch das Suchen im Netz oder durch ein weiteres Update, um die Probleme des letzten Updates zu korrigieren.

Auch in diesem Fall war es wieder das Geschäft mit der Angst. Und wir können, wie so oft in der Vergangenheit bereits geschehen, behaupten, dass diese Ängste begründet sind, denn es kann tatsächlich Probleme mit diesem Update geben.

Aber wenn wir aber ernsthaft realistisch bleiben, dann sind die meisten unserer Ängste nicht begründet und halten eine fachliche und sachliche Prüfung nicht stand. Das ist das Heimtückische an Ängsten und einer der Gründe, weshalb man so viele Geschäfte damit machen kann. Unbegründet, aber es kann immer etwas passieren.

Diese Ausgabe des Newsletters war somit vollkommen überflüssig und dazu noch verbunden mit viel Werbung, mit dem Geschäft mit der Angst. Ein doppeltes No-Go.

Ein Newsletter soll informativ und nicht bloß eine Kopie von anderen Nachrichtenquellen mit ähnlichen Inhalten sein. Und wenn schon Werbung drin ist, dann muss diese dezent, nicht übertrieben und schon gar nicht das Geschäft mit der Angst sein. Die Zeiten dafür sind vorbei und die Abmeldung des Newsletters war das Resultat.

Wenn das Aufstehen am Montag oft schwer ist

Wer kennt das nicht — der Wecker klingelt an einem frühen Montagmorgen und es wird Zeit aufzustehen, aber der Körper macht nicht so richtig mit.

Manchmal sind uns die wahren Ursachen, weshalb das Aufstehen uns so schwerfällt an einem Montag, nicht immer ganz klar.

Wenn die Montagsmüdigkeit immer wieder auftritt, dann ist es vielleicht sinnvoll darüber nachzudenken.

Es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn das ganze Wochenende bis in die Nacht gefeiert wird, wenig geschlafen wurde oder sonst etwas immer macht, weshalb wir dann am Montag müde sind.

Entscheidend ist es aber zu wissen, weshalb das Aufstehen uns schwerfällt und ob wir mit den Ursachen dafür einverstanden sind oder nicht.