Lernen zu vergessen

Etwas Neues zu lernen ist nicht schwer, etwas zu vergessen dagegen sehr.

Wir alle haben Erfahrungen gemacht, die wir lieber vergessen würden.

Obwohl es uns meistens nicht gelingt, Erfahrung ganz vergessen zu können, gibt es schon Möglichkeiten, sie weniger belastend zu gestalten.

Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, die Erfahrung zu „verwässern“.

Die Verwässerung einer Erfahrung wird durch weitere und ähnliche Erfahrungen gemacht.

Je mehr ähnliche Erfahrungen, auch von anderen Menschen, gesammelt werden, desto weniger belastend wirken sich die eigenen Erfahrungen auf den Betroffenen aus.

Weniger belastend bedeutet jedoch leider nicht, vollständig von den Belastungen von bestimmten Erfahrungen befreit zu sein, aber in solchen Fällen ist weniger trotzdem meistens mehr.

Nicht umsonst werden oft Gruppen gebildet, um mit bestimmten Erfahrungen besser umgehen zu können.

Der Austausch von Erfahrungen schwächt die Auswirkungen unserer eigenen Erfahrungen ab, da wir nicht allein sind und der Austausch von Erfahrungen oft dazu führt, dass unsere eigenen Gefühle abgemildert werden.

Wir können nicht lernen, vollständig zu vergessen, aber wir können lernen, mit dem Erlebten besser umzugehen.

Und das kommt dem Vergessen schon ziemlich nahe.

Wozu mehr schreiben?

In der heutigen Gesellschaft gibt es eine zunehmende Tendenz, generell weniger zu schreiben.

Sätze werden im Allgemeinen abgekürzt und Emojis ersetzen Wörter.

Diese Schreibweise kann in vielen Fällen sinnvoll sein, wenn die Nachricht schnell übermittelt werden soll.

Problematisch wird diese Art des Schreibens jedoch, wenn man plötzlich Schwierigkeiten hat, längere Sätze ohne Abkürzungen und Symbole korrekt und verständlich zu schreiben.

Es ist ein schleichender Prozess, der zunehmend in der heutigen Gesellschaft erkennbar ist.

Nichts gegen Abkürzungen und Emojis, aber deren Nutzung soll als Ergänzung des Schreibens verwendet werden und nicht als Ersatz.

Es lohnt sich in mehrfacher Hinsicht, gelegentlich längere Sätze zu schreiben.

Wenn man aus der Übung kommt, längere Sätze bei Bedarf schreiben zu können, wird man Schwierigkeiten haben, solche Sätze zu schreiben, wenn sie erforderlich sind.

Montagsfrage 130

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage beschäftigt sich mit Multitasking im Alltag und lautet:

Kannst du eine ganz einfache Übung machen und in deinem Kopf von 1 bis 5 aufzählen und gleichzeitig die Buchstaben A bis E wiedergeben, beides in der richtigen Reihenfolge?

Dies ist das sogenannte aktive Multitasking, bei dem man ganz bewusst zwei Aufgaben gleichzeitig erledigen will, die aktive Denkfähigkeiten erfordern.

Diese Übung kann uns Einsichten darüber geben, was wir tatsächlich gleichzeitig erledigen können und wo unsere Grenzen möglicherweise liegen.

Geheimtipp: Es ist oft weniger als wir denken.

Gemeinsamkeiten beim Schreiben im Blog

Aus meiner persönlichen Erfahrung, sowohl mit meinem eigenen Blog hier als auch mit anderen Bloggern, habe ich eine Gemeinsamkeit beim Schreiben von Blogbeiträgen festgestellt, die Menschen, die viel schreiben, zu nutzen pflegen.

Die Menschen und Unternehmen schreiben nicht für das große Publikum, sondern entweder für sich selbst (quasi als eine Art Tagebuch mit Erfahrungen) oder für eine einzige Person, die man direkt auf der Straße ansprechen würde.

Beide Methoden begünstigen eine wesentlich kreativere Denk- und Schreibweise, denn es muss weniger Rücksicht genommen werden auf was „das große Publikum“ bei den einzelnen Sätzen vielleicht denken könnte.

In Zeiten der zunehmenden Bedeutung und Anwendung von künstlicher Intelligenz ist diese Art des Schreibens nicht nur menschlicher, sondern auch offener und glaubwürdiger.

Ausgediente Verzögerungstaktiken

Der Kunde hatte einen relativ einfachen Wechsel des Stromanbieters vollzogen, und er wollte noch eine letzte einfache Frage stellen.

Er schickte eine E-Mail an den Anbieter und die leider automatische Antwort des Stromanbieters kam prompt:

Unser Anspruch ist eine sorgfältige Bearbeitung der Anliegen unserer Kunden. Bedingt durch das derzeit sehr hohe Auftragsvolumen erreichen uns viele Anfragen. Wir bitten Sie freundlichst, die verzögerte Bearbeitungsdauer zu entschuldigen.

Das einzige Problem bei dieser Antwort war, dass der Kunde bereits vor drei Jahren bei demselben Stromanbieter war, eine Frage damals auch per E-Mail stellte und die absolut gleiche automatische Antwort erhielt, Wort für Wort.

Das angeblich hohe Auftragsvolumen von vor drei Jahren scheint sich fortzusetzen.

Diese abgenutzte und unglaubwürdige Verzögerungstaktik für Antworten hat ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten und muss dringend eingestellt werden.

Das sind ausgediente Verzögerungstaktiken und deren Haltbarkeit hinsichtlich der Glaubwürdigkeit ist definitiv wesentlich kürzer als drei Jahre.